Bluterguss: Trumps Hand sorgt erneut für Aufsehen
Newsblog zur US-Politik Trumps Hand erregt erneut Aufsehen
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Artikel teilenTrump entlässt eine Fed-Gouverneurin. Der US-Präsident hält sich selbst für eine "sehr kluge Person". Alle Entwicklungen im Newsblog.
Inhaltsverzeichnis- Ábrego García: US-Gericht stoppt Abschiebung nach Uganda
- Insider: USA erwägen Sanktionen gegen EU-Beamte
- Trump erneut mit Bluterguss an der Hand fotografiert
- Südkorea schlägt Treffen zwischen Trump und Kim Jong Un vor
- Trump entlässt Fed-Gouverneurin: Sorge um Unabhängigkeit der Notenbank
- Trump: "Viele Menschen wollen vielleicht einen Diktator"
- Harvard-Psychologin: Trump ist psychisch krank
- Vance besucht Nationalgarde – Proteste in Washington
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Dieser Newsblog wurde beendet. Die neuesten Entwicklungen zur US-Politik lesen Sie hier.
Dienstag, 26. August
Ábrego García: US-Gericht stoppt Abschiebung nach UgandaIm Fall des im März irrtümlich nach El Salvador abgeschobenen und später in den USA inhaftierten Migranten Kilmar Ábrego García hat ein Bundesgericht nun dessen geplante Abschiebung nach Uganda vorübergehend gestoppt. Ábrego Garcías Anwälte reichten am Montag Klage gegen eine Abschiebung in das afrikanische Land ein, nachdem der 30-Jährige kurz zuvor in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland von der Einwanderungspolizei (ICE) erneut festgenommen wurde.
Ábrego García war im Juni in die USA zurückgebracht und erst in der vergangenen Woche auf richterliche Anweisung freigelassen worden. Am Montag gab Heimatschutzministerin Kristi Noem im Onlinedienst X Ábrego Garcías erneute Festnahme bekannt. Das Heimatschutzministerium erklärte, er werde "nun auf seine Abschiebung nach Uganda vorbereitet". Ugandas Regierung hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, im Rahmen eines Migrationsabkommens abgelehnte Asylbewerber aus den USA aufzunehmen.
Die Bundesrichterin Paula Xinis blockierte am Montag vorübergehend Ábrego Garcías Ausweisung aus den USA. Ábrego García war einer von mehr als 250 Menschen, die im März von den US-Behörden nach El Salvador abgeschoben und dort inhaftiert worden waren. Er ist mit einer US-Bürgerin verheiratet und lebte bis zu seiner Abschiebung in Maryland im Osten der USA. Sein Fall warf ein Schlaglicht auf das harte Vorgehen der Trump-Regierung gegen Einwanderer und sorgte weltweit für Aufsehen.
Insider: USA erwägen Sanktionen gegen EU-BeamteDie US-Regierung hat Insidern zufolge Sanktionen gegen Mitarbeiter der Europäischen Union (EU) ins Spiel gebracht. Die Strafmaßnahmen würden sich gegen Verantwortliche für die Umsetzung des EU-Gesetzes für digitale Dienste (DSA) richten, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montag (Ortszeit). Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen. Den Insidern zufolge würde es sich bei den Strafmaßnahmen wahrscheinlich um Visabeschränkungen handeln. Es sei noch unklar, gegen welche Beamten der EU oder der Mitgliedstaaten sich die Maßnahmen richten würden, jedoch habe es dazu vergangene Woche interne Treffen zu dem Thema von US-Vertretern gegeben.
Die Regierung von Präsident Donald Trump wirft der EU vor, mit dem Gesetz die Meinungsfreiheit von US-Bürgern zu zensieren und US-Technologiefirmen Kosten aufzuerlegen. Die EU-Kommission hatte die Zensurvorwürfe in der Vergangenheit als "völlig unbegründet" zurückgewiesen. Das Gesetz soll Online-Plattformen zwingen, stärker gegen illegale Inhalte wie Hassrede vorzugehen.
Trump erneut mit Bluterguss an der Hand fotografiertUS-Präsident Donald Trump ist erneut mit einem Bluterguss an der Hand fotografiert worden. Auf Bildern vom Empfang des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung im Weißen Haus war auf der rechten Hand des 79-Jährigen ein deutlicher blauer Fleck zu sehen. In der Vergangenheit waren schon mehrfach Blutergüsse an Trumps rechter Hand aufgefallen – teils offenbar mit Make-up überschminkt.
Die Flecken hatten in den vergangenen Monaten immer wieder Spekulationen über den Gesundheitszustand des Republikaners ausgelöst, hinzu kam, dass seine Beine mitunter geschwollen wirkten. Trump selbst erklärte einen Bluterguss an seiner rechten Hand im Dezember 2024 im Gespräch mit dem US-Magazin "Time" damit, dass er einfach sehr viele Hände schüttle.
Im Juli verwies seine Sprecherin Karoline Leavitt ebenfalls auf häufiges Händeschütteln sowie die Einnahme von Aspirin. Ähnlich äußerte sie sich nun gegenüber der "Huffington Post". Zudem teilte das Weiße Haus im Juli mit, Trump leide an einer chronisch venösen Insuffizienz – einer ungefährlichen Erkrankung der Beinvenen, die vor allem bei älteren Menschen vorkommt.
Südkorea schlägt Treffen zwischen Trump und Kim Jong Un vorSüdkoreas Präsident Lee Jae Myung hat am Montag (Ortszeit) während des Gipfeltreffens mit dem US-Präsidenten ein baldiges Treffen zwischen Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vorgeschlagen. Trump hat sich nach einem Vorschlag offen für ein Treffen mit Kim gezeigt. "Ich würde ihn gerne dieses Jahr treffen", sagte er bei einem Besuch Lees im Weißen Haus in Washington. Zuvor hatte Lee den US-Präsidenten zum Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) im Oktober nach Südkorea eingeladen und dabei ein Treffen mit Kim angeregt, wie Lees Büro mitteilte. Lee und Trump hätten ein angenehmes Gespräch geführt, bei dem sie sich gegenseitig gelobt und über die gegen sie gerichteten Attentatsversuche gesprochen hätten, sagte Lees Sprecherin Kang Yu-jung.
Lee bemühte sich bei seinem ersten Besuch bei Trump sichtlich um eine gute Atmosphäre. Er habe zur Vorbereitung Trumps Buch "The Art of the Deal" gelesen, sagte er. "Ich hoffe, Sie können Frieden auf die koreanische Halbinsel bringen (…), damit Sie mit Kim Jong Un zusammentreffen und einen Trump-World-Komplex in Nordkorea bauen können, damit ich dort Golf spielen kann", sagte Lee zu Trump. Im Rahmen des Besuchs gab die Fluggesellschaft Korean Air zudem die Bestellung von 103 Boeing-Flugzeugen bekannt.
Loading...Loading...Loading...Medien: China schickt Unterhändler zu Gesprächen in die USAEin ranghoher chinesischer Unterhändler reist einem Zeitungsbericht zufolge in dieser Woche zu Handelsgesprächen in die USA. Li Chenggang treffe sich mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer und Vertretern des Finanzministeriums, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Eine Stellungnahme des chinesischen Handelsministeriums und des Weißen Hauses liegt zunächst nicht vor.
Trump entlässt Fed-Gouverneurin: Sorge um Unabhängigkeit der NotenbankTrump hat die Fed-Gouverneurin Lisa Cook entlassen. Es gebe ausreichende Beweise dafür, dass Cook bei Hypothekenanträgen falsche Angaben gemacht habe, schrieb Trump am Montag (Ortszeit) in einem offiziellen Schreiben an die Gouverneurin. Der Chef der Aufsichtsbehörde für den Hypothekenmarkt (FHFA), William Pulte, hatte zuvor Vorwürfe gegen Cook erhoben. Daraufhin teilte das US-Justizministerium mit, es prüfe die Angelegenheit. Die Entlassung Cooks stellt eine Eskalation in Trumps Bestreben dar, die Führung der Fed nach seinen Vorstellungen umzubauen. Lesen Sie hier mehr dazu.
Trump-Dekret: Gefängnisstrafe für Verbrennen von US-FlaggeUS-Präsident Donald Trump will das Verbrennen oder Schänden der US-Flagge künftig strafrechtlich verfolgen lassen. Er unterzeichnete am Montag eine entsprechende Anordnung. "Wer eine Flagge verbrennt, bekommt ein Jahr Gefängnis, keine vorzeitige Entlassung, gar nichts", sagte Trump bei der Unterzeichnung im Weißen Haus. Die Anordnung weist den US-Justizminister an, die Schändung der US-Flagge "energisch zu verfolgen". Das Dekret sieht zudem vor, Ausländern, die die Flagge schänden, Visa und Aufenthaltsgenehmigungen zu entziehen oder deren Einbürgerungsverfahren zu beenden.
Das Oberste Gericht hatte 1989 entschieden, dass das Verbrennen der Nationalflagge durch das in der Verfassung verankerte Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt ist. Die Trump-Regierung begründete ihren Vorstoß damit, dass die Schändung der Flagge "in einzigartiger Weise beleidigend und provokativ" sei.
WeiterlesenVerwendete Quellen- Eigene Recherche
- Nachrichtenagenturen dpa, Reuters und AFP